Himmel und Hölle in Hurghada

Wir fliegen nach Afrika – Hurra!

Himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt. Die letzten Jahre haben wir unseren Strandurlaub in der Türkei verbracht. War ja immer auch ein Stückchen Heimat. 🙂 Doch diesmal haben wir uns für das Land der Pharaonen entschieden. Es geht nach Ägypten – Hurghada. 2 Erwachsene, 2 Kleinkinder (3 und 1 Jahr alt) – all inclusive. Dorthin wo das Meer so schön sein soll und ich sage dir, es ist das schönste Meer das ich je gesehen habe.

„Da gibt es Löwen“

„Da gibt es Löwen!“ – Sagt der Frosch aufgeregt zu mir und ich überlege wie ich dieses Strahlen in seinen Augen bewahre. Papa zeigt dem Nachwuchs am PC die Bilder und Videos vom Hotel, der Frosch ist begeistert und hat die Löwen noch im selben Augenblick vergessen. Er will zu den Rutschen – jetzt.
Die nächsten Wochen verbringen wir (Nein – eigentlich nur ich) mit Packlisten, Einkaufen, Vorbereiten und der mehrmals täglichen Frage: „Fliegen wir jetzt nach Afrika?“

Es ist Mai 2017 und die Reise geht los

Wir wollen 2 Wochen bleiben und haben uns für den Flughafen Graz als Startpunkt der Reise entschieden. Ich liebe es von Graz los zu fliegen. Mit 2 Kleinkindern, 3 riesigen Koffern, 2 Kinderwagen und 4 mal großem Handgepäck, habe ich keine Lust mich durch einen riesen Flughafen zu quälen und meine Nerven schon am Beginn der Reise dadurch zu strapazieren. In Graz steigen wir gemütlich direkt vor der Abflughalle aus dem Wagen, packen die Koffer auf einen Wagen und gehen nur wenige Meter zum Check in.

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Der Frosch hat zum ersten mal seinen eigenen Platz im Flieger und blickt aufgeregt aus dem Fenster. Die kleine Erdnuss sitzt bei mir. Fliegen ist mit den beiden zum Glück immer sehr entspannt. Nach mehr als 3 Stunden klimatisiertem Flug folgt die ersehnte Landung bei 38°. Noch eine kurze Fahrt im Bus und wir sind da. Im Albatros White Beach Resort in Hurghada.

Der erste Eindruck ist toll und wir beziehen ein gemütliches Doppelzimmer mit 2 Reise Gitterbetten und Meerblick. Müde von der langen Reise sehen wir uns am ersten Tag noch ein wenig um und bringen die Kinder früh ins Bett.

Das darf doch nicht wahr sein…

Der erste Morgen in einem weit entfernten Land. Die kleine Erdnuss fühlt sich nicht wohl, nach dem Frühstück hat sie bereits 39° Fieber. Ich habe zum Glück einige Medikamente von zuhause mitgenommen und bin frohen Mutes, dass das Fieber rasch verschwindet. Papa und der Frosch erkunden das Resort während ich neugierig und ehrlich gesagt, doch ein wenig genervt, die fiebernde Erdnuss auf dem Hotelzimmer betreue. Der Zustand der kleinen Erdnuss verschlechtert sich rasch, die Medikamente helfen nicht. Das Fieber steigt. Sie hat Schwierigkeiten beim Atmen. Unruhe macht sich in mir breit. Ich will nach Hause und habe Angst um mein Baby.

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Ein Arzt muss her – jetzt

Der hoteleigene Arzt ist jung, spricht Englisch und gibt uns mehrere Medikamente. Sie sind in arabisch beschriftet. Ich habe keine Ahnung was mein Kind da genau bekommt, aber ohne diese Medikamente geht es nicht mehr. Ich muss dem Arzt vertrauen. Meine Gedanken kreisen um die unbekannten Medikamente und den besorgniserregenden Zustand meiner kleinen Tochter. Ich fühle mich hilflos – so weit weg von Zuhause. Ich schlafe kaum, bewache die Erdnuss rund um die Uhr und versuche mich über das kostenlose Hotel-wlan schlau zu machen. Welche Krankenhäuser gibt es hier? Wie kann ich schnell im nächsten Flugzeug Richtung Heimat sitzen? Was tun wenn es ihr nicht bald besser geht?

Aufatmen – Die Erdnuss ist wieder fit

Die Erleichterung ist groß. Die fremden Medikamente haben unglaublich rasch geholfen. Wir sind so dankbar.

Die ersten Tage sind nicht gerade das, was ich mir unter Urlaub vorgestellt habe. Doch wir sind 2 Wochen hier, daher ist die Hoffnung groß, wenigstens ein paar Tage am Strand verbringen zu können. Papa versucht inzwischen sich seine Sorge nicht anmerken zu lassen und so gut es geht mit dem Frosch den Urlaub zu genießen. Es ist schön zu sehen wie unbekümmert Kinder doch sind. Der kleine Frosch hat richtig viel Spaß in der ägyptischen Sonne.

Für uns beginnt der Urlaub nach 6 langen Zimmer Tagen mit Arztbesuchen, unbekannten Medikamenten und Antibiotikum. Ich bin so erleichtert und total überrascht wie schnell es der kleinen Erdnuss wieder gut geht.

Die nächsten Tage genießen wir 4 gemeinsam in vollen Zügen. Das Strahlen in den Augen meiner Kinder lässt mich schnell vergessen wie besorgt und angespannt ich in den Tagen zuvor war. Und jetzt wo die Anspannung fällt, merke ich wie müde ich bin.

Der Wind und das Meer

Die Außentemperatur in der ersten Woche liegt knapp unter 40°. Die zweite Woche zeigt sich, genau wie wir – entspannter – bei etwa 35°. Der Wind weht hier immer recht stark und lässt uns so die hohen Temperaturen sehr gut aushalten. Das Meer ist wunderbar warm, glasklar, hat kaum Wellengang. Also perfekt für Kleinkinder. Der Strand unseres Hotels ist so seicht, dass man problemlos 50m oder mehr hinein spazieren kann und doch nur knietief im Wasser steht. Bei Ebbe zieht sich das Meer unglaublich weit zurück und wir finden viele lebende Krebse und Schnecken. Die Kinder freuen sich über die vielen selbst entdecken Lebewesen und haben Spaß daran im Sand zu buddeln.

Das Albatros White Beach Resort

Eine weitläufige Anlage mit 4 großen Kinder Pools. „Der Spritzige“ bietet Kletterspaß, aufregende Rutschen und spritzt an allen Ecken und Enden mit Wasser. In regelmäßigen Abständen füllt sich ein riesiger Kübel mit Wasser und entleert sich als Wasserfall mitten im Pool. „Das Piratenschiff“ bietet durch die Palmen und das Schiff selbst ein wenig Schatten. Bewegliche Wasser spritzende Kanonen kommen bei den Kindern gut an. Im Schiff können die kleinen Kapitäne am Steuerrad drehen und von 2 kleine Rutschen wieder ins kühle Nass eintauchen. „Die Burg“ spendet Schatten und kann von innen erkundet werden. Auf der breiten Rutsche sind Mama und Papa mit den Kleinsten auch dabei. Die längere Rutsche der Burg macht auch den größeren Kindern richtig viel Spaß. „Der Bunte“ Pool bietet weniger Action, macht aber durch die vielen bunten Tiere und Blumen die ein wenig Wasser verspritzen richtig Spaß. Die Rutschen hier sind schon für die Kleinsten geeignet.

Für Mama und Papa gibt es 2 weitläufige Pools mit unterschiedlichen Wassertiefen, ein Spa und mehrere Restaurants und Bars in denen auch Wasserpfeifen angeboten werden. Neben einer großen Minigolfanlage werden auch die üblichen Animationsprogramme wie Gymnastik, Volleyball oder Darts angeboten. Das Resort ist sauber und das Personal ist bemüht freundlich zu sein.

Das Essen ist vielfältig und lecker. Neben internationaler und einheimischer Küche gibt es indisches, chinesisches und italienisches Essen. Mittags und Abends wird vor den Restaurants mit Holzkohle gegrillt und täglich wechselnde Spezialitäten wie etwa Wachteln, Thunfisch oder frische Salate zubereitet. Es gibt ein kleines Kinderbuffet mit den typischen Kinderspeisen wie Pommes, Spaghetti und co. Gemüse suche ich hier vergeblich, aber ich hole das Essen für die Kinder ohnehin aus den anderen Restaurants. Hier gibt es ausreichend alternativen. Meine Kinder lieben es an den kleinen Tischen im Kinderbereich zu essen. Der Grund dafür ist aber eher der Fernseher, auf dem dort in der Mittagszeit ständig Mascha und der Bär läuft. Grundsätzlich bin ich ja sehr gegen Fernsehen beim Essen, aber wir sind im Urlaub und da finde ich das schon ok.

Wer möchte kann seine Kinder auch im Kids Club betreuen lassen oder selbst mit ihnen dort spielen. Der stark klimatisierte Raum sorgt für Abkühlung und die Kinder können malen, Computerspiele spielen oder Puzzles bauen. Je nach Tagesprogramm werden die Kinder dort auch geschminkt oder gestalten T-Shirts.

Das Meer ist unglaublich

Wir haben eine nahe gelegene Sandbank entdeckt und fahren früh am Morgen mit den Kinderwagen fast mitten durchs Meer. Die Farben, der Wind, das glasklare Wasser – es raubt mir fast den Atem. Es ist mein Geburtstag, ich werde 34. Noch nie war ich an einem schöneren Ort. Meine Liebsten sind bei mir und gesund! Ich genieße den Augenblick und sauge das Glück dieses Moments in mich auf.

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Der extra lang flach abfallende Strand, das warme ruhige Meer und die zahlreichen Attraktionen im Resort bereits für die Kleinsten machen diesen Ort perfekt für den Familienurlaub mit Kleinkindern bis zum Schulalter.  Das Meer ist atemberaubend schön, das Albatros White Beach Resort sauber und gepflegt. Wir kommen auf jeden Fall wieder.

 

 

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[Dieser Eintrag ist als persönlicher Reisebericht zu verstehen. Es handelt sich um unbezahlte Werbung.]

Verfasst von

Beim ErdnussFrosch geht es um meine Familie, meinen Alltag, darum was wir gemeinsam erleben, was uns aufregt und was uns inspiriert. Ich will dir einen ehrlichen Einblick in unseren Alltag ermöglichen. Der Blog ist seit November 2018 online und ich wünsche mir, dass du ihn gerne liest, Spaß hast und regelmäßig rein schaust. Begleite mich und meine Familie ein Stück auf dem Weg. Wohin? Mal sehen…

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