London calling

ErdnussFrosch.com London

Eine Geschichte über ein lange geplantes Wochende in London.

3 Tage Papa und Mama. Die Kinder bleiben zuhause. Zum ersten mal seit 5 Jahren. What? Der letzte Urlaub den wir gemeinsam verbracht haben liegt schon 5 Jahre zurück. Ich war damals mit dem Frosch im 4 Monat Schwanger und wollte unbedingt nochmal weg bevor das Baby kommt. Eine gute Entscheidung – wirklich sehr zu empfehlen. Seit Monaten freuen wir uns auf die Reise als Ehepaar.

Das ich natürlich g a r n i c h t s anzuziehen hatte muß ich nicht erwähnen. Oder doch? Shoppen stand ganz oben auf meiner Liste der Reisevorbereitungen. Neue Schuhe mussten her, denn seit ich Kinder habe sind Sneaker meine neuen High Heels. Dann noch ein schickes Kleid und eine Jacke dazu. Es könnte ja vielleicht kühl werden 😉 ist ja Februar und die Jacken in meinem Schrank passen so gar nicht zu dem neuen Kleid. Nicht zu vergessen die neue Tasche. Für meine beiden Kinder habe ich ja immer den halben Haushalt mit. Dann brauche ich aber auch noch Platz für die Spielsachen und Kuscheltiere die unbedingt mitkommen mussten und die am Ende niemand tragen will.

Wir fliegen in 6 Tagen

„Mamaaa!“ Es ist kurz nach halb 4 Uhr morgens. Die Erdnuss ruft. Ich nehme sie hoch und mir ist sofort klar, sie hat Fieber. Durchatmen. Weiter geht es mit dem Erstversorgungsprogramm des kranken Kindes und dann zurück ins Bett. Natürlich gemeinsam.
Wie gewohnt um halb 6 kommt dann auch der Frosch in unser Bett gekrochen. Er ist fit, hat kein Fieber. Beim Frühstückstisch ist die Stimmung, naja, sagen wir mal angespannt. Ich rede mir die Situation schön und denke: „Sie wird bestimmt schnell wieder Gesund. Es ist nur ein wenig Fieber. Wir haben noch 6 Tage Zeit. Das klappt schon.“ Nüchtern und rational wie der Papa nun mal ist weiß er schon jetzt:

London rückt in weite Ferne

Ich habe die kranke Erdnuss zu Hause betreut und hole den Frosch aus dem Kindergarten. Er ist verdächtig ruhig, den ganzen Nachmittag lang. Am Abend ist klar auch er wird Krank. War ja eigentlich klar. Ist ein Kind krank folgt doch fast immer kurz darauf das Nächste.

Vier verquollene Augen sehen mich mitleiderregend an, kuscheln sich fest an mich und husten mir ihre Viren und Bakterien unvermittelt ins Gesicht. Die laufenden Nasen werden schon mal gaaanz unauffällig in Mamas Pulli geschmiert.

Du kannst dir bestimmt schon denken wie die Story weitergeht. Jep! Mama hat Kopfschmerzen, die Augen brennen und der Hals kratzt. Am nächsten Morgen fühle ich mich furchtbar. Ich bin kaum in der Lage die Augen offen zu halten. Dem Nachwuchs geht es den Umständen entsprechend. Kinder können das ja irgendwie besser mit dem Krank sein. 39° Grad Fieber sind kein Grund nicht mit der kleinen Schwester zu zanken. Ich fühle mich wie überfahren, aber was solls. Als Mama muß man da durch. Ich zähle nicht die Stunden, ich zähle die Minuten bis der Papa von der Arbeit kommt. Endlich kann ich mich hinlegen und schlafe auch gleich ein.

Noch 2 Tage

Ich bin fest entschlossen mit meinem Mann nach London zu fliegen. Wir haben tolle Karten für das OVO Programm des Cirque du Solei in der Royal Albert Hall. Sowas sieht man ja nicht alle Tage. Ein paar Tage habe ich ja noch. Ich werde Medikamente nehmen und dann geht das schon. Irgendwie. Ich halte das durch. Ich fliege da hin.

OVO18_ErdnussFrosch.com

Bye Bye London

Mir geht es immer schlechter, der Arzt diagnostiziert eine echte Grippe. Das war´s mit London. Ich kann so nicht fliegen. Ich fühle mich furchtbar. Mein Mann hat sich so auf die gemeinsamen Tage gefreut und ich habe ihn enttäuscht. Er kümmert sich liebevoll um uns und zeigt sich total verständnisvoll. Er versucht sich seine Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. Den Kindern geht es langsam ein wenig besser. Mir nicht.

London Stansted Airport

Mein Mann ist in London gelandet. Ohne mich. Ich hüte immer noch mit den Kindern das Bett. Mein Handy piepst unentwegt. Fotos, Fotos, Fotos. 🙂
Ich selbst war als kleines Kind in London. Habe dort nach Basil dem Mäusededektiv gesucht und ein Ponny mit Flügeln bekommen, das ich bis heute aufgehoben habe. An die Stadt selbst kann ich mich aber nicht mehr erinnern.

Mein Mann beschreibt London als einen Ort mit jeder Menge Leben auf der Straße. Die stilvolle Altstadt mit unzähligen Restaurants und Bars gefällt ihm sehr. Man spürt an jeder Ecke Vielseitigkeit und Diversität. Verschiedene Viertel zeigen einen surrealen Sprung zwischen Günstig und extrem Teuer. Mein Mann wohnt im Amba Hotel Marble Arch in direkter City Lage nahe dem berühmten Hyde Park, der Oxford Street, Park Lane dem Theaterviertel West End.

OVO Cirque du Soleil & Royal Albert Hall of Arts and Sciences

Der Bau der Royal Albert Hall ist einem römischen Amphitheater nachempfunden. Sie wurde im März 1871 eröffnete. Dort fand die moderne Zirkus Show des Cirque du Soleil statt. Über 160 Millionen Zuschauer haben diese Shows bisher in ihren Bann gezogen. Ich zähle leider bis heute nicht dazu. Das Programm OVO (auf Deutsch Ei) ist ein schrilles und kurioses Spektakel. Wer allerdings an Zirkus im klassischen Sinn denkt, wird vielleicht enttäuscht sein. OVO erzählt eine Geschichte, eher vergleichbar mit einem Theater. Die beeindruckende Akrobatik fließt nahtlos in die laute, schräge und sehr bunte Show mitein.

Sightseeing und eine Schifffahrt auf der Themse

Big Ben lässt sich leider nicht blicken. Er ist ja noch eine Weile verhüllt. Die Fahrt im London Eye, die ich mit meinem Mann machen wollte, hat er dann doch ausgelassen. Das Mittagessen auf der Themse konnte er hoffentlich auch ohne mich ein wenig genießen.

Balls Brothers zum Abschied

Ein sehr leckeres Essen und ein gemütlicher Abend mit Freunden im Balls Brothers London zum Abschluss und dann ging es auch schon wieder zurück zu uns nach Hause.

Pünktlich zu Papas Ankunft daheim, waren die Kinder und ich auch wieder gesund. Tja was soll dazu man sagen:

That´s Life!

Ich freue mich auf dein Feedback und bin gespannt ob dir so etwas auch schon mal passiert ist.

 

 

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Verfasst von

Beim ErdnussFrosch geht es um meine Familie, meinen Alltag und unsere Reisen. Es geht darum was wir gemeinsam erleben, was uns aufregt und was uns inspiriert. Der Blog ist seit November 2018 online und ich wünsche mir, dass du ihn gerne liest, Spaß hast und regelmäßig rein schaust. Begleite mich und meine Familie ein Stück auf dem Weg. Wohin? Mal sehen…

Ein Kommentar zu „London calling

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