Laufen für die, die es nicht können – Run Boy Run (Teil 3)


Das hier ist der dritte und vorerst letzte Teil der Blog Reihe Run Boy Run.

Wie für uns alles beginnt kannst du im ersten Teil lesen. Hier entlang zu Teil 1. Die Fortsetzung und ein kleines Update findest du in Teil Zwei. Hier entlang zu Teil 2.

Wings for Life Worldrun

Du fragst dich jetzt bestimmt worum es hier denn eigentlich geht. Nun das ist ganz einfach, wir laufen. 🙂

Bei einem Wohltätigkeitslauf, der seit 2014 jährlich im Mai in etwa 30 Ländern weltweit zur gleichen Zeit stattfindet. Das Außergewöhnliche an dem Run ist, dass anders als bei anderen Volksläufen keine vorgegebene Distanz zurückgelegt werden muss und die Ziellinie beweglich ist. 30 Minuten nach dem Start fährt ein Auto, das Catcher Car am Startpunkt los. Dieses Auto jagt die Läufer und fängt diese ein. Für überholte Teilnehmer ist der Lauf damit zu Ende und die Feier des Erfolges beginnt. Wer zuletzt gefangen wird, ist der strahlende Sieger.

logoDas Motto ist: „Laufen für die, die nicht laufen können“. Über die Wings-for-Life-Stiftung fließen 100 % der Einnahmen an die Rückenmarksforschung. Das Ziel: eine Heilung für Querschnittslähmung zu finden.

Der große Tag

Es ist Sonntag, der 5. Mai und es ist bitter kalt. Auf unserem Weg zum Lauf in Wien fällt das Thermometer auf 0,5° Grad und es Schneit. 😲 In Wien angekommen regnet es und hat nur etwa 5° Grad. Die Stimmung unter den Teilnehmern und den auf Grund des Wetters, wenigen Zuschauern ist dennoch toll.

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Die Haut ist Wasserdicht

„Die Haut ist Wasserdicht“ hörten wir über die Lautsprecher als wir ankamen. 13.500 Menschen haben sich für den Run in Wien angemeldet. Über 120.000 Teilnehmer waren es in diesem Jahr weltweit.

Wir alle sind keine Läufer. Wir nehmen an diesem Projekt für unseren Sohn teil. Daher haben wir auch kaum die passende Ausrüstung für einen Lauf im Regen. Für die Kinder habe ich am Vorabend nochmal die Winterklamotten und Stiefel aus dem Schrank geholt. Ist gar nicht so leicht etwas zu finden in dem man 3 Stunden lang trotz Dauerregens trocken bleibt.

6 Kontinente – alle starten zur selben Zeit

Egal ob Türkei, Schweiz, Taiwan oder Australien. Alle laufen zur selben Zeit los. Durch die Zeitverschiebung und die lokalen Bedingungen ist kein Lauf wie der andere. Zum Teil wird auch Nachts gelaufen. Wenn wir gewusst hätten, dass es in Wien regnet, wären wir auch lieber in der Türkei gestartet. 😉

Izmir 5679 Teilnehmer Türkei / Sunrise, FL 2314 Teilnehmer USA / Melbourne 1792 Teilnehmer Australien / Wien 10721 Teilnehmer Österreich / Rio de Janeiro 3999 Teilnehmer Brasilien / Zadar 7495 Teilnehmer Kroatien / Kakheti 3665 Teilnehmer Georgien / München 9783 Teilnehmer Deutschland / Poznan 7382 Teilnehmer Polen/ Pretoria 2622 Teilnehmer Süd Afrika / Zug 4197 Teilnehmer Schweiz / Taichung 4353 Teilnehmer Taiwan / App Run 5818 Teilnehmer Weltweit

Insgesamt wurden am 5. Mai weltweit 1.103.276 km gelaufen und 3,5 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung gesammelt

Jeder Meter zählt

Der Worldrun ist für alle und das liebe ich so daran. Teilnehmer im Rollstuhl oder mit Krücken. Mamas und Papas mit Kinderwagen, Top Athleten und Hobbyläufer. Seite an Seite für den guten Zweck.
Jeder, der etwas Gutes tun und dabei Spaß haben möchte kann dabei sein. Beim Wings for Life World Run wächst jeder über sich hinaus.

Das Catcher Car

Es war das Catcher Car, das meinen Sohn in seinen Bann gezogen hat. Diese Idee vom Abfangen spielen. Das davonlaufen. Immer wieder, seitdem er es zum ersten mal gesehen hatte, spielten wir zuhause Catcher Car. Mit seinen 4 Jahren entwickelte er richtigen Ehrgeiz und trainierte auf Papas Rudergerät und versuchte sich an Mamas Cross Trainer.
Und dann nach einem Jahr waren wir selber mittendrin. Ein kleiner Teil von etwas ganz Großem. Zehn Tausend Menschen und alle hatten das selbe Ziel. Soweit zu kommen wie es geht. Die Stimmung war fantastisch. Das Wetter war egal. Jeder wollte nur noch einen Meter mehr, bevor ihn das Catcher Car einholt.

 

 

Wir sind mit den Kinderwagen angetreten und haben unser persönliches Ziel knapp verfehlt. Aber auch wir sind über uns hinaus gewachsen. Niemals hätte ich gedacht überhaupt an einem Lauf teilzunehmen und noch viel weniger bei Regen und Kälte. Doch dem Frosch war es wichtig. Ein kleiner 5 Jahre alter Junge, hat uns alle dazu gebracht zu laufen. Im Regen. Für eine gute Sache.

 

 

Und wir kommen wieder. 2020 laufen wir wieder für die, die es nicht können.
Läufst du mit uns?

 

 

 

Verfasst von

Beim ErdnussFrosch geht es um meine Familie, meinen Alltag und unsere Reisen. Es geht darum was wir gemeinsam erleben, was uns aufregt und was uns inspiriert. Der Blog ist seit November 2018 online und ich wünsche mir, dass du ihn gerne liest, Spaß hast und regelmäßig rein schaust. Begleite mich und meine Familie ein Stück auf dem Weg. Wohin? Mal sehen…

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