Ist dein Kind geimpft?

Impfen

Kaum ein Thema ist so emotional, wie das Thema Impfen bei Kindern. In den ersten Lebensjahren meiner Kinder wurde ich immer wieder gefragt, ob ich meine Kinder denn geimpft habe und wogegen? Mit einem guten Gefühl, antworte ich auch heute: „Ja, meine Kinder sind geimpft, gegen alles!“

Warum habe ich meine Kinder impfen lassen?

Die Antwort ist ganz einfach. Weil ich es kann. Für mich gab es diese große Verunsicherung nicht, auch wenn ich die Sorgen anderer diesbezüglich nachvollziehen kann. Ich habe mit unserem Kinderarzt gesprochen welche Impfungen es überhaupt gibt und habe mich dann ein wenig informiert. Beim nächsten Termin habe ich offene Fragen mit dem Arzt besprochen. Rasch war klar, wir impfen. Gegen alles, was die moderne Medizin zu bieten hat.


Ja, meine Babys haben geweint, bei den meisten Impfungen hatten meine Kleinen sogar einen Tag lang Fieber bekommen. Als Mama ist es schwer mitanzusehen und zu wissen, dass man selbst diesen vorübergehenden Schmerz verursacht hat.


Nun kann ich gut verstehen, dass einige denken: „Warum einem gesunden Baby oder Kleinkind so etwas zumuten?“ So ein armer kleiner Wurm wird gepikt und muss sich dann in manchen Fällen auch noch mit Fieber herumschlagen.


Ich dachte mir aber immer, was ist schon ein Tag Unwohlsein im Vergleich zu schweren Krankheiten, eventuell sogar Langzeitfolgen, die das ganze Leben bestimmen? Für mich war klar: Das sehr überschaubare Impfrisiko nehme ich in Kauf. Die Gefahr durch Infektionen und die möglichen Langzeitfolgen im Falle einer Erkrankung wollte ich nicht riskieren.

Vor welchen Krankheiten schützen Impfungen eigentlich?

Gegen folgende bedeutende Krankheiten kannst du dein Kind durch Impfungen schützen:

  • Rotaviren  *
  • Diphtherie  *
  • Wundstarrkrampf (Tetanus) *
  • Keuchhusten (Pertussis) *
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz: Polio) *
  • Haemophilus influenza Typ B (HIB) *
  • Masern, Mumps, Röteln (MMR) *
  • Pneumokokken  *
  • Meningokokken  (teilweise *)
  • Frühsommermeningoenzephalitis (FSME)
  • Varizellen (Windpocken, Feuchtblattern)
  • Hepatitis A und Hepatitis B  *
  • Influenza (echte Grippe)
  • Humane Papillomviren (HPV)


Die mit * gekennzeichneten Impfungen stehen allen in Österreich lebenden Kindern im Rahmen des Kinderimpfprogramms zu den empfohlenen Zeitpunkten kostenfrei zur Verfügung.

Meningokokken – eine recht neue Impfung am Markt


Die Meningokokken Impfung ist im österreichischen Impfplan empfohlen, jedoch kein Teil des kostenfreien Kinderimpfkonzeptes.
Die Impfung gegen Meningokokken ist vergleichsweise noch jung und hat bei mir anfangs durchaus einige Fragen aufgeworfen. Nicht zuletzt wegen der Kosten. Außerdem gibt es diese Impfung erst seit einigen Jahren. Meine Sorge galt der Sicherheit, doch wusstest du,

dass kaum etwas so intensiv überprüft wird wie Impfungen?


Etwa 70% der Arbeitszeit widmen Hersteller Impfstoffkontrollen. Jede Charge eines Impfstoffs durchläuft mehr als 100 Testungen. So prüft zum Beispiel der Hersteller mehrfach, das Export-Land und auch das Import-Land. 100% Sicherheit gibt es nirgendwo und auch bei Impfungen nicht. So ist eine Ansteckung auch bei geimpften Personen grundsätzlich noch möglich. Die Erkrankung nimmt dann aber oft einen deutlich milderen Verlauf.

Über die Angst vor Nebenwirkungen


Am ehesten treten Impfreaktionen wie Fieber, Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle auf. Schwer Nebenwirkungen sind extrem selten. Sie kommen etwa bei 1 von 1 Million Menschen vor.


Natürlich hatte ich trotz der Entscheidung für das Impfen noch ein flaues Gefühl im Bauch, ob meine Kinder die Impfstoffe gut vertragen würden. Aber ich würde es wieder tun.

Was bedeutet eine Meningokokken Infektion?


Eine Meningokokken-Infektion kann zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung) und/oder einer Sepsis („Blutvergiftung“) führen.  Eine Sepsis ist eine lebensbedrohliche und den ganzen Körper betreffende Erkrankung


Meningokokken sind Bakterien, können also grundsätzlich mit Antibiotika behandelt werden. Allerdings wird die Erkrankung im Anfangsstadium bei über 50% der Patienten nicht gleich erkannt. Die anfänglichen Symptome sind sehr unspezifisch und gleichen oft einer Grippe (extreme Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, hohes Fieber). Erst, wenn eindeutige Symptome wie Nackensteifigkeit, Wölbung der Fontanelle (vor allem bei Säuglingen) oder Einblutungen – also Flecken auf der Haut – auftreten, wird oftmals klar, um welche Gefahr es sich handelt. Doch in diesem Stadium ist die Krankheit bereits weit fortgeschritten. Es kommt zu Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit, manchmal schon binnen weniger Stunden. In schwersten Fällen kann eine Meningokokken-Erkrankung bei einem völlig gesunden Menschen innerhalb weniger Stunden zum Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen bei massivsten Blutgerinnungsstörungen führen.* Der Behandlungserfolg ist wie ein Wettlauf gegen die Zeit. Eine rasche Diagnose ist das Um und Auf! Selbst
bei bester medizinischer Versorgung stirbt 1 von 10 Erkrankten. Etwa 20 % der Überlebenden erleiden dauerhafte Folgeschäden wie Amputationen oder großflächige Vernarbungen.

Binnen 24 Stunden können vollständig gesunde Menschen einen lebensbedrohlichen Zustand erreichen.


Dieser Satz, war für mich ausschlaggebend. 24 Stunden sind nicht viel Zeit. Was, wenn ich die Symptome nicht richtig erkenne?
Dieses Risiko wollte ich nicht eingehen. Daher sind meine beiden Kinder geimpft. Gegen Meningokokken B und Meningokokken C.

Wie kann man sich mit Meningokokken anstecken?


Etwa 10 % der gesunden Bevölkerung tragen diese Art von Bakterien im Nasen-Rachen Raum. Diese Personen erkranken selbst aber nicht. Aber sie verbreiten sie durch Tröpfchen. Etwa beim Husten oder Niesen.

Gegen welche Arten von Meningokokken gibt es eine Impfung?


Meningokokken B ist für alle Kinder und Jugendliche möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat empfohlen.*


Meningokokken C ist für Kleinkinder und Kinder wird ab dem vollendeten 1. Lebensjahr bis zum vollendeten 10. Lebensjahr empfohlen.*


Meningokokken der Gruppe A, C, W135 und Y (MEC-4) Vierfach-Meningokokken-Impfstoff ist für Schulkinder vom vollendeten 10. Lebensjahr bis zum vollendeten 13. Lebensjahr im kostenfreien Impfprogramm enthalten.*


Für Erwachsene kann eine Impfung durchaus auch sinnvoll sein. Etwa bei Reisen. Auf der Hadsch zum Beispiel, der islamischen Pilgerfahrt nach Mekka, ist eine Meningokokken Impfung sogar Pflicht.

Wie wirken Impfungen eigentlich?


Impfen ist die Vorbereitung auf künftige Krankheiten. Ein Impfstoff enthält abgeschwächte Krankheitserreger, gegen die das körpereigene Immunsystem entsprechende Abwehrstoffe bildet. Kommt es später einmal zu einem tatsächlichen Kontakt mit diesem Krankheitserreger, kann der Körper die eigene Abwehr schneller ankurbeln. Der Körper erkennt rasch, um welchen Erreger es sich handelt und wie er dagegen vorgehen kann.

Unterschiedliche Impfstoffarten


Sogenannte Totimpfstoffe enthalten abgetötete Krankheitserreger, die sich nicht mehr vermehren können. Zum Unterschied davon enthalten Lebendimpstoffe abgeschwächte Erreger.


Beide Arten von Impfstoffen täuschen eine Infektion vor, um das Immunsystem zur Bekämpfung und zur Bildung von Antikörpern anzuregen.

Abgeschwächte Lebendimpfstoffe werden etwa bei der Masern-, Mumps-, Röteln- und Windpockenimpfung eingesetzt. Totimpfstoffe werden bei der Impfung gegen Grippe (Influenza), Keuchhusten (Pertussis) und Kinderlähmung („Polio“) verwendet.


Schutz nicht nur für deine Kinder


Das Tolle an Impfungen ist, dass du nicht nur etwas Gutes für dein eigenes Kind tust. Du schützt auch andere. Lassen sich viele Menschen impfen, können sich die Erreger nur begrenzt ausbreiten. Sind nur wenige Menschen geimpft, können sich viele Ungeschützte anstecken. Experten schätzen, dass Impfstoffe jedes Jahr mindestens 3 Millionen Menschenleben retten –  eine ähnliche Erfolgsquote wie Impfungen erreichen nur Maßnahmen für sauberes Trinkwasser.**

Ich kann jeder Mama und jedem Papa nur raten: Informiert euch!


Sprecht mit eurem Kinderarzt und lasst euch beraten. Stellt Fragen, wenn ihr verunsichert sein. Und dann, wägt ab:

 Ein kleiner Stich oder das Risiko schwer oder vielleicht lebensbedrohlich zu erkranken.


Quellen:
Online-Veranstaltung „Fingerspitzengefühl“
* https://www.gesundheit.gv.at/leben/gesundheitsvorsorge/reisemedizin/infektionskrankheiten/meningokokken-
meningitis

** https://de.gsk.com/de-de/produkte/impfstoffe/erwachsenen-impfstoffe/
Interessante Links zum Thema:
Alles über Meningokokken: https://www.meningokokken-erkrankung.at  
Facebook-Seite „Mein Baby & Meningokokken“: https://www.facebook.com/MeinBabyUndMeningokokken  
Link zum Österreichischen Impfplan
2020: https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Impfen/Impfplan-Österreich.html

In Kooperation mit @gsk

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Verfasst von

Mein Name ist Melanie und ich schreibe hier. Ich bin Mitte 30, verheiratet und habe 2 Kinder, 2 Hunde und lebe in einem Haus mit Garten im Osten Österreichs.

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